New York, New York: 12 neue Social Media-Statistiken

“Es ist das Jahr von Mobile”, soll Eli Goodman, Media Evangelist der comStore Marktforschung, heute Morgen in New York erklärt haben. Die Internet Week ist in vollem Gange. Zum bereits fünften Mal kommen über 45.000 Interessierte aus aller Welt nach New York, um rund 250 Veranstaltungen und Networking-Locations zu besuchen. Eine davon war die OMMA Social Conference heute Morgen mit einem Beitrag von Goodman. Er soll über die Social Media-Trends und den allerneuesten Hype gesprochen haben: Mobile Marketing.

Logo - Internet Week New York Direkt von der Internet Week in New York berichtet übrigens meine Lieblings-Bloggerin Yvette Schwerdt, die als Amerika-Korrespondentin der absatzwirtschaft fungiert. Sie fasst die wichtigsten Fakten und Statistiken aus dem Vortrag von Goodman mit den folgenden zwölf Punkten zusammen…

Weiterlesen

Block House: So einfach kann Marketing sein

Rechnung - Block House Berlin, FriedrichstraßeVorgestern habe ich zum ersten Mal im Block House zu Mittag gegessen. Das Essen war köstlich – die Atmosphäre in der Friedrichstraße in Berlin Mitte sehr angenehm. Als ich die Rechnung anforderte, übergab mir die elegante weibliche Bedienung ein Faltblatt, auf dem mit geschwungener Handschrift die Worte “Vielen Dank” und eine kleine selbstgemalte Blume zu sehen waren. Vergeblich suchte ich nach ihrer Telefonnummer, doch dann fiel mir auf, dass es sich keineswegs um einen Versuch von ihr handelte, mich vielleicht auf einen Kaffee einzuladen. Nein, das war Marketing. Die Restaurantkette zeigt, dass sie begriffen hat, worauf es ankommt, wenn es um Kundenbindung geht.

Weiterlesen

HRS = Hinterm-Rücken-Seitensprung?

HRS-Werbung - Hauptbahnhof BerlinZum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Sex in der Werbung ist aktuell auch ein Thema auf dem Berliner Hauptbahnhof. Hier wirbt das Touristikunternehmen Hotel Reservation Service Robert Ragge GmbH aus Köln, besser bekannt unter der Abkürzung “HRS”, für eine “100 prozentige Stornierung bei Verdacht Ihrer Frau kostenlos bis 18 Uhr”. Sieben Prozent der Hotelbesucher würden Business-Reisen buchen, die keine sind, heißt es auf dem Plakat. Das Hotelportal multipliziert seinen Service mit dem Faktor “verbotener Sex”. Was kommt dabei heraus?

Weiterlesen

Stop the Traffik: Tänzerinnen gegen Zwangsprostitution

Das Thema Sex steht heute erneut im Mittelpunkt meines Blogs. Im Gegensatz zum letzten Beitrag ist der Anlass jedoch alles andere als erfreulich. “Men, women and children are trafficked – tricked, forced and exploited in the sex industry”, klären die Niederländischen Marketeers von Duval Guillaume Modem unter ihrem Clip für die Organisation Stop the Traffik bei Youtube auf. Die ersten Sekunden scheinen die übliche Stimmung des Rotlichtmilieus von Amsterdam wiederzuspiegeln. Plötzlich ertönt elektronische Musik – versetzt die erotischen Tänzerinnen in roboterhafte Bewegung. Die vorbeikommenden Freier scheinen sichtlich entzückt von der perfekten Choreographie und bleiben stehen…

Die Organisation will mit dieser Aktion gegen den Menschenhandel und die Zwangsprostitution in Europa kämpfen. Die Aufmerksamkeit (z.B. von Stylons aus Berlin) steht – zu Recht – bereits auf ihrer Seite: emotional berührend und nachdenklich machend.

Playboy und Mercedes tun es auf der Rückbank

Playboy-Viano-Jubiläumsmotiv by LLRSex in der Werbung ist heute fast überall anzutreffen. Die Sinne der Konsumenten werden stimuliert – sollen Lust auf das Produkt machen und zum Kauf verführen. So einfach diese Werbetaktik erscheint, so schwierig ist sie wirkungsvoll umzusetzen. Die Forscher Parker und Furnham vom University College in London kamen beispielsweise zu dem Schluss: “Sex scheint nichts anderes zu verkaufen als sich selbst”.

Eine große Herausforderung für die Teilnehmer des Kreativwettbewerbs von Playboy und W&V, die richtige Balance zu finden: Aus Anlass des 40sten Geburtstags des Erotik-Männermagazins in Deutschland wurden alle Kreativen hierzulande aufgerufen, sich bei ihren Kunden an einer Integration der Marke Playboy zu versuchen. Die Gewinner werden seit Januar jeden Monat auf einer ganzen Seite des Magazins kostenlos abgedruckt. Diesmal gewann die Hamburger Agentur Lukas Lindemann Rosinski mit einer intelligenten Werbung für den Mercedes-Van Viano.

Weiterlesen

Was Social Media im Gehirn der User bewirken können

Social Media Infographic by Assisted Living TodaySie bemerken eine Vibration in Ihrer Hosentasche und holen es hektisch heraus: Sie sehen auf das Display Ihres Smartphones, aber es ist nichts erkennbar. Keine E-Mail, keine SMS, kein Anruf – einfach nichts. Diese Situation dürfte den meisten von Ihnen wohl bekannt sein. Und auch ich bin schon einmal so einer Wahrnehmungstäuschung zum Opfer gefallen, aber eine Sucht nach den neuen Medien ist das deshalb nicht. Wenn es allerdings nach der Meinung von Assisted Living Today gehen würde, könnte es wahrscheinlich keinen eindeutigeren Hinweis darauf geben als diesen. “How Social Media is ruining our minds” lautet die hetzerische Überschrift einer Infografik, die die Organisation seit einiger Zeit viral verbreitet. Als Unterstützer des betreuten Wohnens wenden sich die Macher aus Massachusetts vor allem an alleinlebende Senioren. Für die junge Generation dürften die aus verschiedenen Studien stammenden Erkenntnisse genauso interessant sein.

Weiterlesen

Empörte Gesichter: “Fick die Diät” – geht das überhaupt?

Du darfst - "Fuck the diet" by Ogilvy & MatherVor knapp einem Monat hat mir ein Professor an der Universität Koblenz-Landau quasi aus “erster Hand” erklärt, dass gut 85 Prozent der Konsumenten bloß vorgeben, gesund und umweltbewusst zu speisen, es letztlich aber nur eine verschwindend kleine Anzahl an Konsumenten ist, die dies auch tatsächlich tut. Eigentlich sollte dann die Düsseldorfer Agentur Ogilvy & Mather mit ihrer neuen “Du darfst”-Kampagne “Fuck the Diet” doch genau richtig liegen. Schließlich scheint der Diät- und Biofood-Trend nur eine Farce zu sein. Doch weit gefehlt: Seit der Präsentation kurz vor Ostern hagelt es zunehmend heftige Kritik in den sozialen Netzwerken, Foren und Weblogs. Dabei fällt die Kritik bisweilen derber aus als die Kampagne selbst. Wie ist das zu begreifen? Was ist so empörend am neuen Auftritt von “Du darfst”?

Weiterlesen